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    Lehrstuhl für Musikpädagogik

    Bericht über die Exkursion des Lehrstuhls für Musikpädagogik nach Kopenhagen

    Unter dem Motto „MuPaed in Copenhagen“ führte die diesjährige, erneut vom Universitätsbund geförderte Exkursion des Lehrstuhls für Musikpädagogik der Universität Würzburg in die Hauptstadt unseres nördlichen Nachbarn. Vor allem in Bezug auf die Schwerpunkte Historische Musikpädagogik und Lied hatte Kopenhagen für Würzburger Studenten der Musikpädagogik und Musikwissenschaft Einiges zu bieten.

    In Anknüpfung an die Studienreisen auf den Spuren Wolfgang Amadé Mozarts nach Salzburg (2004) und Prag (2005) konnte im „Mozart-Jahr 2006“ in Kopenhagen jenes Haus besucht werden, das Mozarts Witwe Constanze mit ihrem zweiten Ehemann Nissen bewohnte. Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit zur Besichtigung der aktuellen Mozart-Sonderausstellung im Musikhistorischen Museum.

    Aus Anlass des „Renaissancemusik-Jahres“ in Dänemark stand diesmal allerdings ein anderer Komponist im Mittelpunkt: der aus Nürnberg stammende Schulmeister am Heilig-Geist-Spital, Conrad Rein (ca. 1475-1522), der 1515 als erster Kapellmeister an den dänischen Königshof berufen wurde. Dies bot für Prof. Dr. Friedhelm Brusniak den Ausgangspunkt für sein Referat „Von Conrad Rein bis Fritz Jöde: zum musikkulturellen Austausch zwischen Dänemark und Deutschland“ in der Königlichen Bibliothek. In Zusammenarbeit mit Dr. Ole Kongsted, einem Experten für Renaissance-Musik Skandinaviens, entsteht derzeit eine Gesamtausgabe der Werke Conrad Reins, die im Juni 2007 im Rahmen einer Konzertveranstaltung mit der Capella Hafniensis und dem Universitäts-Kammerchor in Würzburg präsentiert werden soll.

    Weitere Vorträge über dänische Komponisten rundeten das von Elke Szczepaniak zusammengestellte Programm ab. So stellte Prof. Dr. Heinrich W. Schwab, Leiter des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Kopenhagen, F.L.Ae. Kunzens (1761-1817) Oper „Holger Danske“ vor, und Niels Krabbe, Leiter der Musik- und Theaterabteilung der Königlichen Bibliothek Kopenhagen, präsentierte neben der von ihm geleiteten Carl Nielsen Edition auch Bachs Autograph der Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ (BWV 199), der alle faszinierte.

    Musikalische Höhepunkte der Reise waren ein zeitgenössisches Konzert von Studenten der Kopenhagener Musikhochschule und vor allem das Abschlusskonzert des Würzburger Universitäts-Kammerchores unter der Leitung von Hermann Freibott in der Herz-Jesu-Kirche, bei dem unter anderem „Puer natus est“ von Conrad Rein aufgeführt wurde.

    Die Exkursion bot den Studenten tiefe Einblicke in das dänische Kulturleben sowie die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen, die sich im Rahmen zukünftiger Forschungsarbeiten und Projekte sicherlich als hilfreich erweisen werden.

    2007 soll es im Zeichen Hoffmanns von Fallersleben nach Breslau/Wrocław (Polen) gehen, wohin zwischen dem Lehrstuhl für Musikpädagogik und der Hoffmann-von Fallersleben-Gesellschaft bereits erste Verbindungen aufgenommen wurden.

    Julia Matter & Alexander Arlt

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